Lange Zeit war es ruhig um die Domain www.wow-aenigma.com - und dies wird auch so bleiben, denn diese Domain wird in naher Zukunft aufgegeben werden um letztendlich Platz für etwas Neues zu schaffen.
Fast vier Jahre spielte ich World of Warcraft auf dem Realm Malygos und gründete in dieser Zeit zwei Gilden. Die Wächter des Phoenix (Januar 2006 bis Dezember 2006), aus der sich - und auf drängen ehemaliger Gildenfreunde - mit Start des ersten World of Warcraft AddOns "Burning Crusade" Januar 2007 der Rat der Weisen ableitete. Nahtlos wurde kurze später aus dem Rat der Weisen, genaugenommen im Februar 2007, dann aénigma.
Vier Jahre World of Warcraft...
und vier Jahre Gildenleitung!
Grund genug ein Resümé zu ziehen und Danke zu sagen
Ich erinnere mich heute noch daran wie ich am 14. Januar 2006 zum ersten Mal als kleiner Paladin mit Level 11 von Stormwind (so hieß es einst), mit der Untergrundbahn nach Ironforge fuhr und mich damit auf eine mehrjährige Entdeckungsreise durch World of Warcraft begab. Von Gilden wusste ich damals noch nichts...
Am einprägsamsten war das Erlebnis als ich das erste Mal durch das Stadttor der Zwergenstadt rannte und Fußspuren im Schnee von Dun Morogh hinterließ. Fußspuren die sich wenig später im Nichts verloren...
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Die Sicht der Dinge aus der Perspektive eines "normalen" Gildenmitglieds habe ich nie kennengelernt. Ich habe aber in der einen oder anderen Instanz und den Raids während der WoW-Classic Zeiten erleben dürfen wie man es nicht machen sollte. Letztendlich aber auch (wieder mal) die Erfahrung gemacht, das es den "richtigen" Weg gar nicht gibt, so sehr man sich auch bemüht. In einem MMO-Spiel, wo Menschen aller Altersklassen und Schichten, Umgangsformen und unterschiedlichen Bildungsrichtugen zusammen kommen, wird es wahrscheinlich auch nie den "richtigen" Weg geben. Es blieb also nicht aus, das ich in den vier Jahren Spielzeit, von der ich rund ein volles Jahr in der virtuellen Welt verbracht habe, das ganze menschliche Repertoire, an Böswilligkeit, Intrigen, Neid, Verleumdung, Stress und Streit aber auch Freundschaft, Spass und Glücksmomente, teils am eigenen Leib, teils bei anderen durchlebt habe.
Vielleicht war gerade diese Gefühlsvielfältigkeit letztendlich auch der Grund warum man soviel Zeit seines Lebens mit einem solchen Spiel verbracht hat? Denn jedesmal wenn etwas zu bröckeln begann, stellten sich neue Herausforderungen und man arbeitete an Lösungswegen. In diesen Prozess wurde man im Laufe der Zeit dann auch immer tiefer gezogen und was einst als Entspannung, neben dem Beruf gedacht war, wurde irgendwann zu einer Pflichtlektüre mit Regeln und intensiver Arbeit. Zu glorreichen Zeiten umfasste unsere Gilde unter dem Banner der Wächter rund 150 Accounts (also echte Spieler). Wir waren in der Lage zwei volle 40er Raids (WoW-Classic) ohne Probleme zu starten und zum Ende dieser Glanzzeit waren täglich im Schnitt 30 bis 50 Leute gleichzeitig online. September 2006 zeichneten sich dann aber dunkle Wolken am Horizont ab, das Ende der Wächter des Phoenix wurde langsam aber sicher eingeleitet. Einmal mehr griff die Erkentniss dass, wo viele Menschen zusammen kommen, mit der Zeit auch automatisch viel Unzufriedenheit einkehrt. Wenn man sich dann selbst auf die Brust schreiben will, dass man es möglichst allen Recht machen möchte, wird man zum Sklaven seiner selbst.
Dezember 2006 wollte ich erstmalig WoW an den Nagel hängen... und erwischte mich bei Gedanken wie "Was fange ich jetzt bloß mit meiner Freizeit an?" und war dann irgendwo froh (und auch wieder nicht) das ich von einigen Freunden gedrängt wurde (nachdem ich aus persönlichen Gründen die Wächter verlassen hatte) eine neue Gilde zu gründen. Aber ich spürte auch, wie ein großer Teil meiner "Schaffenskraft" zusammen mit den Wächtern untergegangen war und manchmal dachte ich "Das packst du nicht nochmal". Trotz aller Gedanken, der Rat der Weisen wurde mir seinerzeit von Nephius zum Geschenk gemacht. Letztendlich war es Freundschaft und auch mein Wunsch die Menschen nicht im Stich zu lassen, was mich bewog weiter zu machen. Aus dem Rat der Weisen - der Name gefiel mir nicht, er klang zu "besserwisserisch" - wurde kurze Zeit später aénigma, was übersetzt soviel wie "das Rätsel" oder "die Andeutung" bedeutet. Mir schien der Name passend, denn letztendlich war es mir ein Rätsel das ich WoW weiter spielte, obwohl ich eigentlich aufhören wollte. Er war aber auch in vielerlei anderer Hinsicht passend. Jeder konnte mit aénigma etwas für sich passendes assoziieren. Ein Erlebenis zum Beispiel, oder schlichtweg den Wunsch die Rätsel des Spiels gemeinsam zu erkunden. Letzteres wurde dann auch zum Slogan unserer Gemeinschaft.
Es ist sicherlich nicht vermessen, wenn ich sage das ich die Wächter, wie auch aénigma, wie kein anderer geprägt habe. Die Menschen fühlten sich wohl (zumindest überwiegend) und das unsere Regeln gut waren, zeigte sich in der Anpassungsfähigkeit an neue Herausforderungen, denen wir zwangsläufig unterlagen. z.B. durch neue Spielmechanik oder der Einführung von AddOns seitens des Herstellers. Es war Politik die man betreiben musste. Es war eine Art des regierens, denn ohne hat man nur eine lose Kette, einen "Haufen" der macht was er will. Die Regeln erst, gaben uns einen Rahmen in dem man sich "sicher" bewegen konnte. Jeder war wichtig, keiner unnützt. Doch dies zu vermitteln war nicht immer leicht.
September 2009 war es dann soweit... eigentlich war es eher ein schleichender Prozess der fast drei Jahre anhielt. Ich drehte World of Warcraft den Rücken zu - in erster Linie weil das Spiel, zumindest für mich, immer langweiliger wurde. AION schien mir vielversprechend. Der Wunsch mit der Gilde gemeinsam zu wechseln scheiterte jedoch und eine Spiel-übergreifende Gemeinschaft zu etablieren ebenso. Einerseits traurig das es so kam, andererseits war ich aber froh darüber, denn es war als wenn eine Last von meinen Schultern genommen wurde. Endlich musste ich mich nicht mehr um soviele Dinge kümmern und konnte einfach mal in den Tag hineinleben. Es fühlte sich gut an, nicht online kommen zu müssen.
Als dann aénigma auf dem AION-Realm Thor Oktober 2009 gegründet wurde, merkte ich das ich nur halbherzig bei der Sache war. Nochmal vier Jahre investieren und die Tiefs und Hochs durchleben? Wollte ich das wirklich? Was den Wunsch anging, alles auf "kleiner Flamme" zu halten... Nun das ging seinerzeit bei WoW-aénigma schon in die Hose. Irgendwann wurde es immer mehr. Mehr Leute, mehr Arbeit... Irgendwann entwickelt eine Gilde eine gewisse Eigendynamik von der man, ohne es wirklich zu wollen, regelrecht überrollt wird. Zum Glück kam es anders... AION war doch nicht das gelobte Land. Es ist zweifelsfrei ein vielversprechendes Spiel und mein Account dort ist immer noch aktiv, aber es hat im Moment einfach noch zu viele Schwächen. Vielleicht mache ich hier später mal weiter... vielleicht auch nicht. Wer kann das schon sagen!
Januar 2010 kam ein kurzer Abstecher zu Star Trek Online... als bekennender Trekker fast schon eine Pflichtlektüre. Aber leider auch hier, zuviele Schwächen... und seit März 2010 nun EVE Online. Eine etwas andere Art des MMO's und irgendwo muss ich auch gestehen, das es mir (bis jetzt) gefällt. Mich aber festlegen ob und wie lange ich bei EVE bleiben werde, möchte ich nicht. Gegenwärtig genieße ich die Phase mich als "freier" Mensch in meiner Freizeit bewegen zu können, ohne aus einem Pflichtgefühl heraus einer Gemeinschaft gegenüber, Rechenschaft ablegen zu müssen. Lange wird dies so sicherlich nicht bleiben, dazu bin ich zu sehr Workaholic. Ich brauche Aufgaben und Herausforderungen. Ich liebe es Probleme um mich herum zu haben und ich mag es meinen Beruf mit meiner Freizeit zu vermischen. Während andere wohl ein Sonnenbad nehmen um aufzutanken, suche ich selbst in meiner Freizeit die Beschäftigung.
Gegenwärtig arbeite ich an neuen Ideen, Webseiten und Diensten, die zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden. Was daraus wird, wird man dann sehen...
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An dieser Stelle möchte ich mich bei allen World of Warcraft Spielern für die unvergessliche Zeit bedanken, insbesondere bei meinen Weggefährten von denen mich einige fast vier Jahre lang begleitet haben. Es war in vielerlei Hinsicht eine Erfahrung, nicht immer eine positive - aber dennoch - letztendlich misst man die Erfahrungen nicht an dem was sie mal waren, sondern an dem was man aus ihnen im späteren Verlauf machen wird. Nur so können dann auch aus negativen Eindrücken durchaus brauchbare und wertvolle Erfahrungen werden.
Ansonsten hätte man nur Fußspuren im Schnee hinterlassen. Fußspuren, die sich im Nichts verlieren würden...
Elfahret
"das gehört alles zum Plan..."
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aénigma Logo's im Wandel der Zeit (Januar 2006 - Mai 2010)








Verworfene Entwürfe




